Graduierungssysteme im Aikido
In Deutschland gibt es eine ganze Reihe an unterschiedlichen Verbänden/ Vereinen, die zum Teil ein sehr
unterschiedliches Prüfungssystem haben. Das heißt, das die Aussagekraft von Aikidograden sehr begrenzt ist.
Des weiteren ist es auch üblich, das Kyu-Grade entweder vom eigenen Lehrer bzw. den eigenen Lehrern geprüft werden
(oder auch zum Teil auf Lehrgängen). Bei den meisten Lehrern funktioniert das problemlos (das diese sich an Regeln halten).
Leider hat diese Form, Prüfungen abzulegen, auch Nachteile. Nachteile in dem Sinne, das es auch Lehrer gibt,
die nicht nach Prüfungstechniken beurteilen sondern: "den kann ich gut Leiden dem geb ich mal den X. Kyu" oder
"der Schüler ist mir Unsympatisch, der fliegt durch die Prüfung". Daneben gibt es leider auch manchmal Tendenzen,
das Grade als Prestigeobjekt betrachtet werden. Eine Prüfung/ ein Grad ist lediglich dazu da, einen Anhaltspunkt zu haben,
wo man für sich selbst Gelegenheit hat, zu überprüfen, ob die persönliche Entwicklungsrichtung im Aikido stimmt.
Wie finde ich unabhängig von der Graduierung des Lehrers, das für mich geeignete Dojo?
Nachfolgende Fragen können dafür hilfreich sein:
* Werden Frauen und Männer gleichermaßen gefördert?
* Werden Schüler im Großen und Ganzen fair behandelt?
* Wie lang sind die Vertragslaufzeiten?
* Ist das Training didaktisch gut aufgebaut?
* Werden Schüler grundlos bevorzugt?